Aktuelles
Intentionen
Wöchentlich wird im ganzen Land für ein besonderes Anliegen gebetet, die aktuellsten Intentionen finden Sie hier. Gerne können Sie im Telegram-Kanal «Die Schweiz betet» auch Ihre persönlichen Anliegen einbringen, sodass viele Beterinnen und Beter für Ihr Anliegen bitten können.
9.9.2026
«Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten.» (Jak 1,5)
Am 27. September stimmen wir Schweizer über die Neutralitätsinitiative ab. Die Frage reicht tiefer als jeder Verfassungsartikel: Wie bleibt unser Land in einer zerrissenen Welt ein Ort des Friedens? Bruder Klaus riet seinen Landsleuten, sich nicht in fremde Händel zu mischen. Sein Rat kam aus dem Gebet, denn er wusste: Friede ist nur in Gott.
Herr, schenke unserem Volk Weisheit für diese Entscheidung. Bewahre uns vor Angst und Parteigeist. Lenke die Verantwortlichen, dass sie in Wahrheit handeln. Mach die Schweiz zu einem Werkzeug der Versöhnung.
Maria, Königin des Friedens und Schutzfrau unseres Landes, bitte für uns. Heiliger Bruder Klaus, bitte für unser Volk.
2.9.2026
„Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist.» (Ps 33,12)
Die Bundesverfassung beginnt mit den Worten: «Im Namen Gottes des Allmächtigen!» Unsere Vorfahren haben ihre Ordnung unter die Anrufung Gottes gestellt.
Aus diesem Bund lebt unser Land bis heute, auch wenn viele ihn vergessen haben. Herr, unser Gott, unsere Väter haben in deinem Namen gehandelt und dir vertraut. Erneuere diesen Bund in unserem Volk. Wecke in den Herzen unserer Landsleute das Wissen, dass alles Gute von dir kommt. Gib uns Schweizern den Mut, uns wieder öffentlich zu dir zu bekennen.
Maria, Königin des Rosenkranzes und Schutzfrau unseres Landes, führe unser Land zurück zu deinem Sohn. Heiliger Bruder Klaus, Landesvater der Schweiz, bitte für unser Volk.
26.8.2026
„Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.» (Ps 147,3)
Viele Menschen tragen Wunden, die niemand sieht: Angst vor der Zukunft, Bitterkeit über Erlittenes, Misstrauen gegenüber Gott. Solche Wunden verschliessen das Herz – gegenüber Gott und gegenüber den Mitmenschen. Maria kennt jede dieser Wunden. Ihr Unbeflecktes Herz ist der Ort, an dem mütterliche Liebe heilt, was Menschen aus eigener Kraft nicht heilen können.
Maria, Königin des Rosenkranzes und Schutzfrau unseres Landes, wir bringen dir die verwundeten Herzen unseres Landes. Nimm die Angst von denen, die keinen Ausweg sehen. Löse die Bitterkeit in denen, die verletzt wurden. Heile das Misstrauen derer, die Gott nicht mehr zutrauen, dass er es gut mit ihnen meint. Öffne durch deine mütterliche Liebe jedes verschlossene Herz und führe es zu deinem Sohn, der allein heilt und Frieden schenkt. Schenke uns die Bereitschaft zur Versöhnung untereinander.
Blog
Warum Gläubige in der ganzen Schweiz sich zum Gebet vereinen
Unsere Schweiz wurde im Jahre 1291 im christlichen Sinn gegründet, ein Bund mit Gott wurde damals geschlossen. «Im Namen Gottes des Allmächtigen», so steht es auch in der Präambel unserer Verfassung und ist somit die Grundlage unseres Staates.
Über Jahrhunderte ist das Volk vereint geblieben in diesem Schwur zu Gott und hat sich immer wieder darauf besonnen in Zeiten der Krisen und Not. In Krisen, als die Volksvertreter sich uneinig waren bei wichtigen Entscheidungen. In der Not, die unsere Vorfahren durchzustehen hatten bei Seuchen, Hunger oder Krieg.
Weil sich das Schweizervolk aber in diesen schwierigsten Zeiten immer wieder auf diesen kleinsten aber wichtigsten Nenner, auf den Bund mit Gott, zurückbesonnen hat, konnte dieses von Gott gesegnete Land alle bisherigen Herausforderungen bestehen und gestärkt daraus hervorgehen.
So blieben beispielsweise nur sehr wenige Länder sowohl vom ersten als auch vom zweiten Weltkrieg auf wunderbarste Weise verschont. Wie viele Länder würden sich wünschen, seit 1847 im Frieden, fernab von Krieg leben zu dürfen. Hinzu kommt ein aussergewöhnlich hoher Wohlstand und Lebensstandard in einem sowohl in Bezug auf die Natur als auch auf die Tradition facettenreichsten Land.
Aber genau dieser Wohlstand, mit dem die Schweiz so reich beschenkt wurde, scheint der Grund zu sein, dass sich dieses Land nach dem zweiten Weltkrieg immer mehr von seinen christlichen Wurzeln und seinem Bekenntnis zu Gott entfernte. Je mehr diese Kurve des Wohlstands anstieg, desto mehr vergass das Volk, sein Versprechen gegenüber Gott zu halten und wurde überheblich. Es verliess sich auf seine technischen Errungenschaften statt auf den Schöpfer, der ihm das alles erst ermöglicht hatte.
Das Land wurde immer mehr zu einer Glaubenswüste und sieht nun mehr und mehr deren «Früchte», die da sind Egoismus unter den Bürgern, Profitgier in den Grossunternehmen, Politiker die nicht mehr im Sinne des Volkes entscheiden und sich stattdessen von Lobbyismus und Machtgelüsten vereinnahmen lassen. Schulen, Universitäten und Medien welche durchsetzt sind von Ideologien, zerstrittene Familien und einen historischen Höchststand der Scheidungsrate. Eine grosse Mitschuld hat daran auch ein Grossteil der Kirche, welche ihre wahren Werte verlassen hat und sich von Lust und Zeitgeist hat verirren lassen.
Wache und glaubenstreue Menschen in diesem Land haben aber diese Verwirrungen erkannt und sind standhaft den Weg ihrer Urväter weitergegangen in Gebotstreue, gelebter Nächstenliebe und tiefem Gebet für ihr Umfeld und das ganze Land.
Im Zuge der massiven Repressalien während der Corona Zeit haben sich diese Gläubigen in Demut und Glaubensstärke vereint. Sie haben sich auf das zurückbesonnen, was ihre Vorfahren in schwierigsten Zeiten getan haben: Im vereinten Gebet Gott um Hilfe zu rufen.
Es ist der tiefe Glaube dieser Menschen, den sie durch die Anrufung Gottes in persönlichen Nöten und Schicksalsschlägen aufgebaut haben. Die vielen Erfahrungen, dass sie in tiefster Verzweiflung auf wundersamen Wegen Hoffnung und Hilfe erfahren durften. Das «Wissen» in ihren Herzen, dass Gott trotz schwerster Verfehlungen eines ganzen Landes, Erbarmen haben kann, wenn sich dieses reuig zeigt und wieder lernt, die Knie zu beugen vor dem Schöpfer und ihn um Verzeihung bittet.
Diese Beter sind sich bewusst, dass Corona nicht der Grund für dieses öffentliche Gebet war, sondern nur der Auslöser über den wir dankbar sind. Denn daraus durfte diese grosse Initiative entstehen, welche in Österreich begonnen hat. Eine Initiative welche nicht nur in Europa, sondern um den ganzen Erdball einmal wöchentlich Zehntausende von Betern vereint.
Dieses Land, welches in Materialismus, Oberflächlichkeit, Geld und Macht versunken ist, welche nur Leere und Sinnlosigkeit hinterlässt, kann aber dieselbe Freude, Frieden und Lebenssinn wiederfinden, welches Gott diesem Volk einst geschenkt hat. Dies ist die tiefe Hoffnung und Überzeugung der Gläubigen, die sich öffentlich zu unseren christlichen Werten bekennen und dafür einstehen. In Ruhe und Demut möchten sie im öffentlichen Gebet ihren Mitbürgern zeigen, dass dieser Weg zurück zu den Wurzeln dieses Landes so einfach ist, dass jedes Kind ihn gehen kann. Nur Einsicht, Reue und Demut sind notwendig um dieses geliebte Land wieder dorthin zu führen, wo ewiger Friede und Freude sicher sind, nämlich im Bund mit Gott, den unsere Urväter geschlossen haben: «Im Namen Gottes des Allmächtigen».