Aktuelles

Intentionen

Wöchentlich wird im ganzen Land für ein besonderes Anliegen gebetet, die aktuellsten Intentionen finden Sie hier. Gerne können Sie im Telegram-Kanal «Die Schweiz betet» auch Ihre persönlichen Anliegen einbringen, sodass viele Beterinnen und Beter für Ihr Anliegen bitten können.

22.4.2026

Gott hat den Menschen als Mann und Frau erschaffen und ihr gemeinsames Leben von Anfang an mit seinem Segen umhüllt. Jesus Christus hat die Ehe zur Würde eines Sakramentes erhoben – zu einem heiligen Zeichen seiner treuen Liebe zur Kirche. Aus diesem Sakrament fliessen Gnaden, die Eheleute tragen, stärken und heiligen, in guten wie in schweren Zeiten.

Heute steht diese Keimzelle der Gesellschaft unter Druck. Was Gott gestiftet hat, wird in Frage gestellt, verwässert, umgedeutet. Doch das Sakrament der Ehe ist unveränderlich – und Gott lässt nicht los, was er in die Hand genommen hat.

Wir beten in dieser Woche für alle Eheleute: dass sie die Grösse ihres Sakramentes neu entdecken, in der Gnade leben, die ihnen geschenkt ist, und füreinander Zeichen der Treue Gottes werden. Wir bitten um Fürsprache des heiligen Bruder Klaus, der selbst Ehemann und Vater war, der Gottesmutter Maria und des heiligen Josef – Vorbilder gelebter Hingabe in Ehe und Familie.

15.4.2026

Unsere Kinder und Jugendlichen wachsen in einer Zeit auf, die ihnen wenig Halt gibt. Lärm, Orientierungslosigkeit und Angst vor der Zukunft prägen ihren Alltag. Viele suchen – und finden nicht. 

Wir beten diese Woche den Rosenkranz für alle Kinder und Jugendlichen in der Schweiz: dass sie in Maria eine Mutter finden, die sie wirklich kennt und trägt. Dass Gott ihnen begegnet – in der Stille, im Gebet, durch einen Menschen, der den Glauben lebt. Dass sie erfahren dürfen: Es gibt Grund zur Hoffnung. Nicht trotz allem – sondern weil Christus lebt. 

Der heilige Bruder Klaus hat als junger Mensch gelernt, im Gebet Zuflucht zu finden. Er ist für unsere Jugend ein Zeuge: Wer sich Gott anvertraut, findet Mitte und Frieden – auch wenn die Welt um ihn tobt. 

Gebet.- Maria, Königin des Rosenkranzes, nimm unsere Kinder und Jugendlichen in deinen Schutz. Führe sie zu deinem Sohn.

8.4.2026

Papst Leo XIV. hat uns an Ostern mit auf den Weg gegeben: «Dem Herrn empfehlen wir alle Herzen, die leiden und auf den wahren Frieden warten, den nur er geben kann.»

Dieser Samstag, der 11. April, ist der Tag der Gebetsvigil, zu der der Heilige Vater alle Gläubigen eingeladen hat. Wir schliessen uns diesem Ruf an.

Wir beten für den Frieden — jenen Frieden, den die Welt nicht geben kann. Für alle Menschen, die unter Kriegen leiden, die ihre Heimat verloren haben, die täglich mit Angst und Zerstörung leben. Für die Verantwortlichen in Politik und Militär, dass sie den Mut finden, Frieden zu wählen. Und für uns selbst, dass wir nicht gleichgültig werden gegenüber dem Leid der anderen.

Gebet.- Herr Jesus Christus, du bist der Fürst des Friedens. Schenke der Welt den Frieden, den nur du geben kannst — nicht den Frieden der Mächtigen, sondern den Frieden, der die Herzen verwandelt. Beschütze alle, die unter dem Krieg leiden. Berühr die Herzen derer, die Krieg entfachen, und wende sie zur Versöhnung. Maria, Königin des Friedens, bitte für uns. Amen.

Blog

Warum Gläubige in der ganzen Schweiz sich zum Gebet vereinen

Unsere Schweiz wurde im Jahre 1291 im christlichen Sinn gegründet, ein Bund mit Gott wurde damals geschlossen. «Im Namen Gottes des Allmächtigen», so steht es auch in der Präambel unserer Verfassung und ist somit die Grundlage unseres Staates.

Über Jahrhunderte ist das Volk vereint geblieben in diesem Schwur zu Gott und hat sich immer wieder darauf besonnen in Zeiten der Krisen und Not. In Krisen, als die Volksvertreter sich uneinig waren bei wichtigen Entscheidungen. In der Not, die unsere Vorfahren durchzustehen hatten bei Seuchen, Hunger oder Krieg.

Weil sich das Schweizervolk aber in diesen schwierigsten Zeiten immer wieder auf diesen kleinsten aber wichtigsten Nenner, auf den Bund mit Gott, zurückbesonnen hat, konnte dieses von Gott gesegnete Land alle bisherigen Herausforderungen bestehen und gestärkt daraus hervorgehen.

So blieben beispielsweise nur sehr wenige Länder sowohl vom ersten als auch vom zweiten Weltkrieg auf wunderbarste Weise verschont. Wie viele Länder würden sich wünschen, seit 1847 im Frieden, fernab von Krieg leben zu dürfen. Hinzu kommt ein aussergewöhnlich hoher Wohlstand und Lebensstandard in einem sowohl in Bezug auf die Natur als auch auf die Tradition facettenreichsten Land.

Aber genau dieser Wohlstand, mit dem die Schweiz so reich beschenkt wurde, scheint der Grund zu sein, dass sich dieses Land nach dem zweiten Weltkrieg immer mehr von seinen christlichen Wurzeln und seinem Bekenntnis zu Gott entfernte. Je mehr diese Kurve des Wohlstands anstieg, desto mehr vergass das Volk, sein Versprechen gegenüber Gott zu halten und wurde überheblich. Es verliess sich auf seine technischen Errungenschaften statt auf den Schöpfer, der ihm das alles erst ermöglicht hatte.

Das Land wurde immer mehr zu einer Glaubenswüste und sieht nun mehr und mehr deren «Früchte», die da sind Egoismus unter den Bürgern, Profitgier in den Grossunternehmen, Politiker die nicht mehr im Sinne des Volkes entscheiden und sich stattdessen von Lobbyismus und Machtgelüsten vereinnahmen lassen. Schulen, Universitäten und Medien welche durchsetzt sind von Ideologien, zerstrittene Familien und einen historischen Höchststand der Scheidungsrate. Eine grosse Mitschuld hat daran auch ein Grossteil der Kirche, welche ihre wahren Werte verlassen hat und sich von Lust und Zeitgeist hat verirren lassen.

Wache und glaubenstreue Menschen in diesem Land haben aber diese Verwirrungen erkannt und sind standhaft den Weg ihrer Urväter weitergegangen in Gebotstreue, gelebter Nächstenliebe und tiefem Gebet für ihr Umfeld und das ganze Land.

Im Zuge der massiven Repressalien während der Corona Zeit haben sich diese Gläubigen in Demut und Glaubensstärke vereint. Sie haben sich auf das zurückbesonnen, was ihre Vorfahren in schwierigsten Zeiten getan haben: Im vereinten Gebet Gott um Hilfe zu rufen.

Es ist der tiefe Glaube dieser Menschen, den sie durch die Anrufung Gottes in persönlichen Nöten und Schicksalsschlägen aufgebaut haben. Die vielen Erfahrungen, dass sie in tiefster Verzweiflung auf wundersamen Wegen Hoffnung und Hilfe erfahren durften. Das «Wissen» in ihren Herzen, dass Gott trotz schwerster Verfehlungen eines ganzen Landes, Erbarmen haben kann, wenn sich dieses reuig zeigt und wieder lernt, die Knie zu beugen vor dem Schöpfer und ihn um Verzeihung bittet.

Diese Beter sind sich bewusst, dass Corona nicht der Grund für dieses öffentliche Gebet war, sondern nur der Auslöser über den wir dankbar sind. Denn daraus durfte diese grosse Initiative entstehen, welche in Österreich begonnen hat. Eine Initiative welche nicht nur in Europa, sondern um den ganzen Erdball einmal wöchentlich Zehntausende von Betern vereint.

Dieses Land, welches in Materialismus, Oberflächlichkeit, Geld und Macht versunken ist, welche nur Leere und Sinnlosigkeit hinterlässt, kann aber dieselbe Freude, Frieden und Lebenssinn wiederfinden, welches Gott diesem Volk einst geschenkt hat. Dies ist die tiefe Hoffnung und Überzeugung der Gläubigen, die sich öffentlich zu unseren christlichen Werten bekennen und dafür einstehen. In Ruhe und Demut möchten sie im öffentlichen Gebet ihren Mitbürgern zeigen, dass dieser Weg zurück zu den Wurzeln dieses Landes so einfach ist, dass jedes Kind ihn gehen kann. Nur Einsicht, Reue und Demut sind notwendig um dieses geliebte Land wieder dorthin zu führen, wo ewiger Friede und Freude sicher sind, nämlich im Bund mit Gott, den unsere Urväter geschlossen haben: «Im Namen Gottes des Allmächtigen».