Aktuelles

Intentionen

Wöchentlich wird im ganzen Land für ein besonderes Anliegen gebetet, die aktuellsten Intentionen finden Sie hier. Gerne können Sie im Telegram-Kanal «Die Schweiz betet» auch Ihre persönlichen Anliegen einbringen, sodass viele Beterinnen und Beter für Ihr Anliegen bitten können.

3.6.2026

n der Woche des Hochfestes Fronleichnam beten wir für eine eucharistische Erneuerung in der Schweiz. Jesus Christus ist wirklich gegenwärtig in der heiligen Eucharistie – Quelle und Höhepunkt unseres christlichen Lebens. Doch wie viele haben den Zugang zu diesem Geheimnis verloren, wie viele Herzen sind kalt geworden gegenüber dem grössten Geschenk, das er uns hinterlassen hat?

Wir bitten den Herrn, dass die Anbetung des eucharistischen Herzens Jesu neu aufleuchte in unserem Land. Dass Pfarreien und Gemeinschaften wieder Orte werden, an denen diese heilige Gegenwart verehrt und aus ihr gelebt wird. Die tiefste Not unserer Zeit ist vielleicht diese: dass die Menschen vergessen haben, dass sie Gott vergessen haben – und das gilt nirgends so sehr wie gegenüber seiner sakramentalen Gegenwart im heiligen Sakrament des Altares.

Möge Maria, die den Leib des Herrn unter ihrem Herzen getragen hat, uns helfen, ihn neu zu empfangen.

27.5.2026

Der Monat Mai neigt sich dem Ende zu — jener Zeit, die die Kirche seit Jahrhunderten Maria geweiht hat. Wir wollen diese letzten Tage bewusst nutzen und uns unter ihren Schutzmantel stellen.

Maria ist die Mutter, die Christus uns vom Kreuz herab geschenkt hat. Sie nimmt jeden an, der zu ihr kommt. Sie weist keinen ab.

Wir bitten darum, dass immer mehr Menschen in der Schweiz Maria als ihre himmlische Mutter erkennen, sich ihr anvertrauen — und so in ihr Zuflucht und Weg zu Gott finden.

Maria, Rosenkranzkönigin, breite deinen Schutzmantel über die Schweiz. Führe deine Kinder zu deinem Sohn.

Bitten wir gemeinsam um diese Gnade, vereint im Rosenkranzgebet.

20.5.2026

Diese Woche feiern wir Pfingsten – den Tag, an dem der Heilige Geist auf die Jünger herabkam und die Kirche geboren wurde. Maria war mitten unter ihnen. Sie hatte gebetet, gewartet, gehofft. Und der Geist kam.

Heute beten wir den Rosenkranz in dieser Haltung: wartend, offen, bittend. Wir bitten um eine neue Ausgiessung des Heiligen Geistes über die Schweiz – über ihre Menschen, ihre Familien, ihre Pfarreien. Wo Gleichgültigkeit den Glauben erstickt hat, möge neues Feuer entzündet werden. Wo Spaltung herrscht, möge der Geist des Friedens einziehen. Wo Orientierungslosigkeit regiert, möge er den Weg zu Christus öffnen.

Heilige Maria, du Braut des Heiligen Geistes, bitte für uns.

Komm, Heiliger Geist – entzünde in der Schweiz ein neues Feuer der Liebe zu Gott.

Blog

Warum Gläubige in der ganzen Schweiz sich zum Gebet vereinen

Unsere Schweiz wurde im Jahre 1291 im christlichen Sinn gegründet, ein Bund mit Gott wurde damals geschlossen. «Im Namen Gottes des Allmächtigen», so steht es auch in der Präambel unserer Verfassung und ist somit die Grundlage unseres Staates.

Über Jahrhunderte ist das Volk vereint geblieben in diesem Schwur zu Gott und hat sich immer wieder darauf besonnen in Zeiten der Krisen und Not. In Krisen, als die Volksvertreter sich uneinig waren bei wichtigen Entscheidungen. In der Not, die unsere Vorfahren durchzustehen hatten bei Seuchen, Hunger oder Krieg.

Weil sich das Schweizervolk aber in diesen schwierigsten Zeiten immer wieder auf diesen kleinsten aber wichtigsten Nenner, auf den Bund mit Gott, zurückbesonnen hat, konnte dieses von Gott gesegnete Land alle bisherigen Herausforderungen bestehen und gestärkt daraus hervorgehen.

So blieben beispielsweise nur sehr wenige Länder sowohl vom ersten als auch vom zweiten Weltkrieg auf wunderbarste Weise verschont. Wie viele Länder würden sich wünschen, seit 1847 im Frieden, fernab von Krieg leben zu dürfen. Hinzu kommt ein aussergewöhnlich hoher Wohlstand und Lebensstandard in einem sowohl in Bezug auf die Natur als auch auf die Tradition facettenreichsten Land.

Aber genau dieser Wohlstand, mit dem die Schweiz so reich beschenkt wurde, scheint der Grund zu sein, dass sich dieses Land nach dem zweiten Weltkrieg immer mehr von seinen christlichen Wurzeln und seinem Bekenntnis zu Gott entfernte. Je mehr diese Kurve des Wohlstands anstieg, desto mehr vergass das Volk, sein Versprechen gegenüber Gott zu halten und wurde überheblich. Es verliess sich auf seine technischen Errungenschaften statt auf den Schöpfer, der ihm das alles erst ermöglicht hatte.

Das Land wurde immer mehr zu einer Glaubenswüste und sieht nun mehr und mehr deren «Früchte», die da sind Egoismus unter den Bürgern, Profitgier in den Grossunternehmen, Politiker die nicht mehr im Sinne des Volkes entscheiden und sich stattdessen von Lobbyismus und Machtgelüsten vereinnahmen lassen. Schulen, Universitäten und Medien welche durchsetzt sind von Ideologien, zerstrittene Familien und einen historischen Höchststand der Scheidungsrate. Eine grosse Mitschuld hat daran auch ein Grossteil der Kirche, welche ihre wahren Werte verlassen hat und sich von Lust und Zeitgeist hat verirren lassen.

Wache und glaubenstreue Menschen in diesem Land haben aber diese Verwirrungen erkannt und sind standhaft den Weg ihrer Urväter weitergegangen in Gebotstreue, gelebter Nächstenliebe und tiefem Gebet für ihr Umfeld und das ganze Land.

Im Zuge der massiven Repressalien während der Corona Zeit haben sich diese Gläubigen in Demut und Glaubensstärke vereint. Sie haben sich auf das zurückbesonnen, was ihre Vorfahren in schwierigsten Zeiten getan haben: Im vereinten Gebet Gott um Hilfe zu rufen.

Es ist der tiefe Glaube dieser Menschen, den sie durch die Anrufung Gottes in persönlichen Nöten und Schicksalsschlägen aufgebaut haben. Die vielen Erfahrungen, dass sie in tiefster Verzweiflung auf wundersamen Wegen Hoffnung und Hilfe erfahren durften. Das «Wissen» in ihren Herzen, dass Gott trotz schwerster Verfehlungen eines ganzen Landes, Erbarmen haben kann, wenn sich dieses reuig zeigt und wieder lernt, die Knie zu beugen vor dem Schöpfer und ihn um Verzeihung bittet.

Diese Beter sind sich bewusst, dass Corona nicht der Grund für dieses öffentliche Gebet war, sondern nur der Auslöser über den wir dankbar sind. Denn daraus durfte diese grosse Initiative entstehen, welche in Österreich begonnen hat. Eine Initiative welche nicht nur in Europa, sondern um den ganzen Erdball einmal wöchentlich Zehntausende von Betern vereint.

Dieses Land, welches in Materialismus, Oberflächlichkeit, Geld und Macht versunken ist, welche nur Leere und Sinnlosigkeit hinterlässt, kann aber dieselbe Freude, Frieden und Lebenssinn wiederfinden, welches Gott diesem Volk einst geschenkt hat. Dies ist die tiefe Hoffnung und Überzeugung der Gläubigen, die sich öffentlich zu unseren christlichen Werten bekennen und dafür einstehen. In Ruhe und Demut möchten sie im öffentlichen Gebet ihren Mitbürgern zeigen, dass dieser Weg zurück zu den Wurzeln dieses Landes so einfach ist, dass jedes Kind ihn gehen kann. Nur Einsicht, Reue und Demut sind notwendig um dieses geliebte Land wieder dorthin zu führen, wo ewiger Friede und Freude sicher sind, nämlich im Bund mit Gott, den unsere Urväter geschlossen haben: «Im Namen Gottes des Allmächtigen».